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60 Sekunden mit Daniel Lösche zu den Perspektiven der Schwellenländer

Nach der starken Wertentwicklung von Schwellenländeranlagen 2017 hatte die Region zuletzt mit deutlich Gegenwind zu kämpfen. Welche Aussichten können Anleger für 2018 erwarten?

06.07.2018

Nach der starken Wertentwicklung von Schwellenländeranlagen 2017 hatte die Region zuletzt mit deutlich Gegenwind zu kämpfen. Aktien fielen im 2. Quartal um rund 10% und Schwellenländerwährungen um rund 8%.

Worin liegen also die Ursachen für die Veränderungen?

Die Gründe für diese Schwächephase liegen in der Kombination aus einem stärkeren US-Dollar und dem anhaltenden Handelsstreit und sowie einzelnen länderspezifischen Schwierigkeiten. So wird einerseits eine Eskalation des Handelsstreits insbesondere die Regionen Asien und Osteuropa belasten, da in diesen Gegenden die Exporte einen hohen Anteil am Wirtschaftswachstum haben. Andererseits wird eine restriktivere Geldpolitik der US-Notenbank Fed zusammen mit einem stärkeren US-Dollar negative Auswirkungen auf Länder mit hohem Leistungsbilanzdefizit und hohen externen Schulden haben. Voraussichtlich werden diese Faktoren in nächster Zeit die Schwellenländer weiter belasten. Allerdings sind wir der Meinung, dass langfristig aufgrund von vorteilhaften demografischen Faktoren, relativ günstigen Bewertungen und einem soliden Gewinnwachstum die Schwellenländer durchaus attraktive sind. Schwächt sich der aktuelle Gegenwind ab, sollten sich wieder interessante Einstiegsmöglichkeiten bieten.

Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stammen von Daniel Lösche und stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar.